Entfernung Durlangen - Lorch: 19,3 km
Gestern stand der Pflichtspielauftakt nach der Winterpause in der Bezirksliga Ostwürttemberg an (8. Ligastufe).
Die Sportfreunde Lorch traten dabei in der "Nachbarschaft" beim FC Durlangen an, die Auswärtswanderung konnte also gemütlich von der Haustüre aus losgehen und hatte rund 16 km auf dem Tacho.
Der FC Durlangen wurde am 2. August 1947 gegründet und ist nun in seinem vierten Bezirksligajahr. Die vergangene Spielzeit beendete die Mannschaft auf dem 8. Platz, ist bislang bestes Ergebnis in der Geschichte des Vereins, der auch vor 1978, der Ligareform in Baden-Württemberg, nicht auf Bezirksebene spielte. In dieser Saison steckt der FCD wie die Sportfreunde Lorch im Abstiegskampf, wobei seine Ausgangslage wesentlich freundlicher aussah (Platz 12 mit 19 Punkten gegen Platz 16 mit 7 Punkten der Lorcher). Das Hinspiel gewann Durlangen mit 2:1.
Die Sportanlage an der Schulstraße ist ein typischer Sportplatz der unteren Spielklassen mit angrenzendem Wohngebiet. Die Hochhäuser im Hintergrund verleihen etwas den Charme eines Großstadtfußballs in Hochhausschluchten, der Anblick täuscht natürlich (Durlangen hat ungefähr 2.730 Einwohner). Der Rasen machte nach der Winterpause und der Vorbereitung nicht den schönsten Eindruck, war aber natürlich bespielbar.
Persönlich gefällt mir die kleine Sitztribüne Marke Eigenbau, viele bauliche Maßnahmen werden noch von den Mitgliedern in bester gelebter Solidarität getätigt. So auch die neue Verkaufshütte, die ich gestern erstmals sah. Im Vereinsheim herrschte zunächst Dunkelheit. Das altgediente italienische Pächterpaar ging letztes Jahr in den wohlverdienten Ruhestand - damals ein vorbildliches Vereinsheim, dass trotz Verpachtung seinen Charakter als Clubheim bewahrt hat. Jetzt ist da wohl jemand anderes drauf, mit Lieferservice. Aber wie gesagt war vor dem Spiel noch finstere Nacht im Gemäuer, während dem Spiel hatte ich keine Zeit und nach dem Spiel auch wenig Lust.
Bier und alkoholfreie Getränke kommen aus der regionalen Heubacher Hirschbrauerei, der Wurstgrill startete ziemlich spät, praktisch mit Anpfiff. Es gab rote Wurst, die vor dem Grillen gebrüht wurde. Der Wurstnachschub geriet vor ca. 140 Spielbesuchern etwas ins Stocken. Erst spät begonnen, dann zunächst nur immer zwei oder drei Würste aufgelegt, und dann verweigerte auch noch die Gasflasche ihre Kooperation. Sie war in brauchbarer Qualität in einem weichen Hot-Dog-Wecken (so krümelte ich nicht auf meine Kamera). Offenbar rechnete man nicht mit so vielen Besuchern, gegen Ende der Partie wurde Hamburger-Brötchen aus dem Clubheim als Ersatz geholt.
Das Spiel selber war eine Nullnummer, arm an Höhepunkten und hatte auch keinen Sieger verdient. Durlangen verschlief die Anfangsphase und ließ die Lorcher ihren Stempel aufdrückten, die aber ihrerseits zu wenig aus dem Vorteil machten. Geprägt war die Begegnung auf beiden Seiten von billigen Ballverlusten, wenig Bezirksliganiveau, und die Durlanger Zuschauer haderten lautstark gegen das eigene Team. Erst nach einem umstrittenen Platzverweis in der 60. Minute gegen Durlangen (wobei sich auch Lorcher Zuschauer der Meinung der Heimfans anschlossen, dass es eine Fehlentscheidung der jungen Schiedsrichterin war), nahm die Begegnung noch einmal Fahrt auf, wobei ausgerechnet Durlangen etwas mehr Biss zeigte. Am Ende war das torlose Remis für beide Mannschaften zu wenig, ein Lucky Punch" hüben oder drüben wäre aber schon zu viel des Guten gewesen. Dadurch, dass Lorch über weite Phasen die bessere Mannschaft war, meinten zum Abpfiff Durlanger Zuschauer, das sie eigentlich über das 0:0 jubeln dürften. Wenigstens stand auf Lorcher Seite zum ersten Mal in dieser Spielzeit nach 90 Minuten die "Null".



































































































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen